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DAV Garching

Dreifacher Schinder

Bericht von Harald Breitkreutz, Tourendatum 08.05.2012

Zusammenfassung:

Ziele:

Berg Schinder: Durch das Schindertor
Berg Bayerischer Schinder: Übergang vom Österreichischen Schinder
Berg Schinder: Rinne aus dem Ostkar

Team:

Harald Breitkreutz
Bernhard Muschler

Daten:

Aufstieg 1.548 Höhenmeter
4:45 Std.
7 Kilometer
Abstieg 1.548 Höhenmeter
2:40 Std.
7,2 Kilometer

Detaillierter Bericht:

08.05.2012
Berg Schinder:

Skitour: Durch das Schindertor
Aufstieg 908 Höhenmeter
2:30 Std.
5,2 Kilometer
Abstieg 168 Höhenmeter
0:20 Std.
0,8 Kilometer
Verhältnisse: (Gut)
Wertung: (Schön)
Verhältnisse: Es scheint einen geheimen Wettbewerb um die ungangbar steilste Aufstiegsspur im Schinderkar zu geben. Wer zum Geier legt solche Spuren?!
Bericht:
Vom Parkplatz an der Blauwandhütte zunächst Skier tragen bis kurz vor den Kareingang. Hier anfellen und zum Karboden, dann immer steiler bis zum sperrenden Felsriegel vor dem Schindertor. Beseelt von der Hoffnung auf weiteren Spaß hinter dem Felsriegel (aka "vielleicht liegt im Südhang ja noch Schnee" und "vielleicht kann man ja noch ein Stück nach Süden abfahren") Skier auf den Buckel und damit den Bröselzweier geklettert. Raufzus kein Spaß, runter vermutlich einfach nur grauenhaft. Die paar Meter zum Tor problemlos hinauf.

Erkenntnisse:
a) Es liegt kein Schnee mehr in der Südflanke
b) Die Abfahrt zur Rieselsbergalm ginge zwar noch, schaut aber sehr latschig, verlawinenbollert und überhaupt in diesem Zustand unspaßig aus.

Konsequenz: Skier dagelassen und erstmal zum Gipfel rauf.
Harald Breitkreutz
Bernhard Muschler

08.05.2012
Berg Bayerischer Schinder:

Skitour: Übergang vom Österreichischen Schinder
Aufstieg 156 Höhenmeter
0:30 Std.
0,6 Kilometer
Abstieg 472 Höhenmeter
1:00 Std.
1,3 Kilometer
Verhältnisse: (Gut)
Wertung: (Durchschnittlich)
Verhältnisse: Ich. Hasse. Latschen. Ansonsten die üblichen Problemchen auf diesem Weg im Frühjahr: Kaputte Wege, kaputtere Wege und komplett kaputte Wege.
Bericht:
Vom Gipfel wieder hinab zu den Skiern. Die Alternative "Brösel abklettern mit Skiern am Buckel" klang wenig spaßig, also entschlossen wir uns, zum Bayerischen Schinder zu laufen und nördlich von diesem in das westliche Kar abzufahren.

So weit kein schlechter Plan. Der Weg zum Bayerischen Schinder war garniert mit den schon aus 2009 bekannten Problemchen in verschärfter Form, also abgerutschte Wege (diesmal von einem hübschen Riss im Boden durchzogen), Lawinenfelder (Schnee und Erde, je nach Geschmack) und ein paar Latschen.

Die Fortsetzung vom Bayerischen Schinder nach Norden kannten wir noch nicht. Die Karte kennt sie auch nicht. Der Grund dafür ist, daß es nur eine kleine, stellenweise kaum erkennbare Gasse durch die Latschenkiefern gibt, so in etwa obere dritte Latschenkampfklasse. Sehr unterhaltsam mit Skiern auf dem Buckel, besonders die aufwärts führenden Teilstücke. Hin und wieder scheint sich eine Rinne als Erlösung anzubieten, die meisten von diesen brechen aber nach ein paar Metern ungangbar ab. Erst nach runder einer halben Stunde Kampf gelangten wir an den Ausstieg der steilen Rinne des Westkars.

Hier noch ein kurzer Blick Richtung Rotkogel (zu weit weg und zu viele Latschen dazwischen), dann Skier an und steil (40-45°) hinab ins Kar. Schnee am Mittag schon etwas weich aber immer noch fein zu fahren.
Harald Breitkreutz
Bernhard Muschler

08.05.2012
Berg Schinder:

Skitour: Rinne aus dem Ostkar
Aufstieg 484 Höhenmeter
1:45 Std.
1,2 Kilometer
Abstieg 908 Höhenmeter
1:20 Std.
5,1 Kilometer
Verhältnisse: (Gut)
Wertung: (Schön)
Verhältnisse: Bestens. Schnee ein ganz klein bißchen zu weich, aber was will man Anfang Mai am Nachmittag schon erwarten?
Bericht:
Am Karboden angekommen stellte sich die Frage "Was tun mit dem Nachmittag"? Der Schnee war eigentlich noch ok, Lawinengefahr nicht vorhanden, das Kar inzwischen leer (vorher rund 20 Tourengeher unterwegs), das Wetter immer noch super und die Kondition noch nicht am Ende. Die Antwort lautete "mal das Ostkar hoch so weit es halt Spaß macht".

Hier die wohl perverseste Aufstiegsspur die uns bisher untergekommen ist, ohne jede Kurve einfach den Hang hoch, bis es nicht mehr geht (jenseits der 30°). Also halt selber gespurt, man muß ja nicht jeden Mist mitmachen.

Weiter oben verengt sich das Kar zu einer Rinne und der Aufstieg gerät zur Spitzkehrenorgie, noch weiter oben, in der Gegend von 40° verließ uns dann die nötige Aufstiegstechnik. Weils aber grade so schön war machten wir ein Skidepot, zogen die Pickel aus dem Rucksack und gingen noch ein Stück weiter hoch. Die Rinne endet etwas unterhalb des Ostgrats an einem Abbruch. Ein Stück weiter unten kann man aber rechts hinausqueren (kurze Zeit >45°). Die darauf folgende, etwas breitere Rinne quert man schräg nach rechts, der wiederum nächsten folgt man bis zu ihrem Ende wenige Meter unter dem Ostgrat. Kurz in die Schrofen links hinaus und eine etwa 1m hohe, latschenbewachsene Felsstufe hinauf und schon steht man am Grat. Über diesen rechts in wenigen Minuten zum Gipfel.

Von oben kommend ist der Einstieg in die Rinne kaum zu finden, da muß man schon raufgegangen sein. Nach der Rast am Gipfel wieder runtergepickelt, in die Ski gestiegen und die super Abfahrt (inzwischen Nachmittag) genossen. Immer noch sehr ordentlicher Schnee.

Am Hudlergrund die Skier wieder auf den Buckel und rausmaschiert zum Auto. Sehr schöne und abwechslungsreiche Tour, nur die Latschenschlacht hätte nicht unbedingt sein müssen.
Galerie:
Harald Breitkreutz
Bernhard Muschler
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